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die nacht unter den sternen - 8

Jedesmal wenn er an sein Erlebnis im Wald dachte, verspürte er große Schmerzen im Bauch. Es war als wäre ein Teil seines Innersten aus ihm herausgerissen worden. Er sehnte sich nach draußen, nach der Dunkelheit, der Kälte, den Sternen über ihm. Als ihn nach Stunden des Leidens der Schlaf übermannte hatte er einen Seltsamen Traum.

Er befand sich hoch oben im Himmelszelt auf einer steinernen Kugel mit etwa einer Meile im Durchmesser. Aus dem steinigen Boden wuchsen gigantische Bäume, blätterlos und von schwarzem Holz und schwarzer Rinde. Wenn er mit den Fingern über sie fuhr fühlte es sich an wie Kohle. Ein innerer Instinkt trieb ihn dazu eine Streichholzschachtel aus der Tasche hervorzuholen, ohne zu wissen, wie diese dorthin gelangt war, ein Streichholz zu entzünden und damit den Wald in Brand zu setzen. Alles brannte wie Zunder, sogar die Steine. Auch er selbst brannte lichterloh, aeber es schmerzte ihn nicht, im Gegenteil es erfüllte ihn mit einer wohligen Wärme. Langsam fiel er nun zur Erde zurück und sah, als er sich im Fallen herumdrehte einen neuen Stern am Himmel. Während er fiel wurde er immer schneller, schon konnte er Wolken erkennen und dazwischen sah er ein Meer das zwei Kontinente trennte. Minuten später erkante er Städte und Dörfer und dann schlug er auf. Das tat weh.

Er schrie und wachte schweißgebadet auf. Es war früher morgen udn seine Frau war schon auf, wie er sah, als er sich verwirrt zu ihr umdrehte. Ihr Gesicht verriet ihm, dass sie gleichermaßen erschrocken und besorgt war. Er legte sich zurück und ließ sie sich an ihn kuscheln und ihm durch die Haare fahren. Plötzlich zogen all die schönen Momente, die sie zusammen erlebt hatten an ihm vorbei. Wie sie sich beim Wandern in den Bergen kennengelernt hatte, ihr erster Kuss, ihr zweiter Kuss, der schon viel mehr nach seinem Geschmack war, ihre erste gemeinsame Nacht, ihre Verlobung, der Moment, in dem sie ihm gesagt hatte, dass sie schwanger war, ihre Verlobung, die Hochzeit, die Flitterwochen in Australien, die Geburt ihrer Kinder und wie sie ihn wieder aufgebaut hatte nach dem er in Depressionen versunken war, als seine Eltern am selben Tag starben. Ihm wurde wieder einmal klar, dass er ohne die Frau an seiner Seite nicht leben konnte. Er erwiederte ihre Zärtlichkeiten und ging noch ein wenig darüber hinaus. Als sie das Bett ein paar Stunden später verließ um sich zu duschen anzukleiden und Frühstück für die Kinder zu machen durchfuhr ihn tiefer Schmerz. Seine Augen sahen den Hinterkopf mit dem wallenden braunen Haar, den Nacken, um den er so gerne seine Arme schlang, wenn er sie an sich drückte, den Rücken, der so beweglich und geschmeidig war, den wohlgeformten Hintern und die zierlichen Beine. Vor seinem inneren Auge sah er die Sterne in der Nacht. Beides schien er zu brauchen um zu leben. Doch wie konnte er seine Frau allein lassen um nachts in den Wald zu gehen? Und wie konnte er zuhause sein, wenn im Wald in der Kälte und Einsamkeit die Sterne auf ihn warteten?

9.12.09 23:02
 


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