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die nacht unter den sternen - 9

Später am Tag, als er sich anschickte das Haus zu verlassen, hielt Susanne ihn auf. "Gehst du schon wieder Bäume fällen? Wir haben doch schon mehr als genug Holz.", sagte sie in leicht ärgerlichem Ton. "Wir könnten einen Teil davon verkaufen.", antwortete Matthias, dem auf die Schnelle nichts besseres einfiel. "Aber wir haben doch genug Geld. Du hast ein Vermögen geerbt und allein die Zinsen könten eine doppelt so große Familie ernähren, wenn sie so bescheiden leben wie wir." Da Matthias keinen Grund als die Wahrheit einfiel um in den Wald zu ziehen und er die nicht verraten wollte, aus Angst seine Frau könnte enttäuscht sein, dass ihre Liebe zu ihm nicht genug war um ihn glücklich zu machen, schwieg er und kehrte ins Haus zurück. Die Axt die er in der Hand hielt lehnte er von innen an die Tür. "Gut, ich bleibe.", sagte er und rang sich ein Lächeln ab. Es schien ihm als würden ihn ein Teil von ihm selbst anschreien, dass er das falsche tat, aber er ließ sich nicht umstimmen. Sie lächelte ihn an. Freude spiegelte sich in ihrem Gesicht. "Was willst du tun?", fragte sie ihn, als wären sie Jugendliche, die sich zum ersten Mal zu Hause treffen und zu schüchtern sind sich zu sagen, was sie mit dem jeweils anderen gerne machen würden, auch wenn es zum größten Teil das Selbe war. Er zuckte mit den Schultern und antwortete:"Was immer du willst."

10.12.09 23:42


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die nacht unter den sternen - 8

Jedesmal wenn er an sein Erlebnis im Wald dachte, verspürte er große Schmerzen im Bauch. Es war als wäre ein Teil seines Innersten aus ihm herausgerissen worden. Er sehnte sich nach draußen, nach der Dunkelheit, der Kälte, den Sternen über ihm. Als ihn nach Stunden des Leidens der Schlaf übermannte hatte er einen Seltsamen Traum.

Er befand sich hoch oben im Himmelszelt auf einer steinernen Kugel mit etwa einer Meile im Durchmesser. Aus dem steinigen Boden wuchsen gigantische Bäume, blätterlos und von schwarzem Holz und schwarzer Rinde. Wenn er mit den Fingern über sie fuhr fühlte es sich an wie Kohle. Ein innerer Instinkt trieb ihn dazu eine Streichholzschachtel aus der Tasche hervorzuholen, ohne zu wissen, wie diese dorthin gelangt war, ein Streichholz zu entzünden und damit den Wald in Brand zu setzen. Alles brannte wie Zunder, sogar die Steine. Auch er selbst brannte lichterloh, aeber es schmerzte ihn nicht, im Gegenteil es erfüllte ihn mit einer wohligen Wärme. Langsam fiel er nun zur Erde zurück und sah, als er sich im Fallen herumdrehte einen neuen Stern am Himmel. Während er fiel wurde er immer schneller, schon konnte er Wolken erkennen und dazwischen sah er ein Meer das zwei Kontinente trennte. Minuten später erkante er Städte und Dörfer und dann schlug er auf. Das tat weh.

Er schrie und wachte schweißgebadet auf. Es war früher morgen udn seine Frau war schon auf, wie er sah, als er sich verwirrt zu ihr umdrehte. Ihr Gesicht verriet ihm, dass sie gleichermaßen erschrocken und besorgt war. Er legte sich zurück und ließ sie sich an ihn kuscheln und ihm durch die Haare fahren. Plötzlich zogen all die schönen Momente, die sie zusammen erlebt hatten an ihm vorbei. Wie sie sich beim Wandern in den Bergen kennengelernt hatte, ihr erster Kuss, ihr zweiter Kuss, der schon viel mehr nach seinem Geschmack war, ihre erste gemeinsame Nacht, ihre Verlobung, der Moment, in dem sie ihm gesagt hatte, dass sie schwanger war, ihre Verlobung, die Hochzeit, die Flitterwochen in Australien, die Geburt ihrer Kinder und wie sie ihn wieder aufgebaut hatte nach dem er in Depressionen versunken war, als seine Eltern am selben Tag starben. Ihm wurde wieder einmal klar, dass er ohne die Frau an seiner Seite nicht leben konnte. Er erwiederte ihre Zärtlichkeiten und ging noch ein wenig darüber hinaus. Als sie das Bett ein paar Stunden später verließ um sich zu duschen anzukleiden und Frühstück für die Kinder zu machen durchfuhr ihn tiefer Schmerz. Seine Augen sahen den Hinterkopf mit dem wallenden braunen Haar, den Nacken, um den er so gerne seine Arme schlang, wenn er sie an sich drückte, den Rücken, der so beweglich und geschmeidig war, den wohlgeformten Hintern und die zierlichen Beine. Vor seinem inneren Auge sah er die Sterne in der Nacht. Beides schien er zu brauchen um zu leben. Doch wie konnte er seine Frau allein lassen um nachts in den Wald zu gehen? Und wie konnte er zuhause sein, wenn im Wald in der Kälte und Einsamkeit die Sterne auf ihn warteten?

9.12.09 23:02


die nacht unter den sternen - 7

Behutsam fuhr Michael über ihren entblößten Arm, dann entkleidete er sich und legte sich neben seine Frau. Sie wacht nicht auf, drehte sich aber im Schlaf zu ihm um und legte einen Arm um ihn, als wüsste sie, dass er am liebsten wieder fort in den Wald gegangen wäre. Matthias blieb nichts anderes übrig als in den Armen seiner Frau vergeblich auf Schlaf zu warten.
8.12.09 23:16


die nacht unter den sternen - 6

Die Ladefläche war schon voll, aber das war Matthias egal. Er hatte bereits mehr Holz als nötig, auch das war ihm egal. Selbst, seine Erschöpfung kümmerte ihn kaum. Der erste Hieb krachte auf den Stamm hernieder. Holz splitterte und die Axt hinterließ eine tiefe Kerbe. Ohne inne zuhalten schwang er die Axt zurück ließ einmal diagonal um seine Schultern kreisen und wieder traf sie den Stamm des Baumes. Frischer Harzgeruch erfüllte die Luft. Erneut ging die Axt auf den Baum nieder. Es war kein besonders dicker Baum, die wuchtigen Hiebe hatten den Stamm fast schon zur Hälfte durchtrennt. Noch ein Schlag folgte, und noch einer, und noch einer. Dann sprang Matthias, beide Beine voraus gegen den Baum, der Augenblicklich nachgab und stieß sih sofort wieder ab. Als er auf dem Boden aufschlug federte er sich ab, wobei sich sein Rücken beugte und der Kopf auf den Boden sah. Einen Moment hielt er inne, der Baum hinter ihm kippte mit einem vernehmlichen Krachen, als sich die letzten Fasern des Stammes unter dem Gewicht, des aus dem Gleichgewicht gebrachten Baumes krachten und schlug einen Moment später auf dem Boden auf. Langsam hob Matthias den Blick straffte sich und hob die Axt erneut. Vor ihm stand ein weiterer Baum, eine Kiefer. Sie war etwas dicker und größer. Diesmal ging er langsamer zu Werke, schlug dafür aber umso präziser und wuchtiger zu. Während er mit seiner Axt einen Baum nach dem anderen, wie einen Krieger in der Schlacht niederstreckte rasten seine Gedanken. Doch waren es wirklich seine Gedanken, es schien ihm als spräche eine fremde Wesenheit aus ihm heraus. Diese Stimme sprach langsam und glockengleich in seinem Kopf. Bei jedem Schlag ein einzelnes Wort.

Was tust du Wanderer unter den Sternen?
Wieso musst du dich immerzu entfernen,
von allen die dir lieb und teuer sind?
deinem Weibe, das du liebst und dem Kind?

Was suchst du hier? Was trieb dich her?
Du hast doch schon alles, wieso willst du noch mehr?

 Als er spürte, dass das Gedicht sein Ende erreicht hatte, hielt er inne, obwohl die Fichte die er nun bearbeitete noch stolz und stark zwischen ihren gefallenen Brüdern und Schwestern und dem Rest des Waldes stand. Danach fuhr er zurück zu seinem Heim. Alles schlief schon. Er hatte sich schon Sorgen gemacht, dass Susanne aus Sorge um ihn, noch wach sein könnte, aber sie schlief friedlich in dem großen Bett, dass er für sie beide gezimmert hatte, als er die Tür des Schlafzimmers öffnette. Behutsam trat er ein. Der Mond schien durchs Fenster.

7.12.09 22:56


die nacht unter den sternen teil 5

Jahre zogen an den dreien vorüber und irgendwann waren es vier. Dann wurde es Herbst und als der Herbst gegangen war, Winter. Bald würde es Weihnachten sein. Susanne stand in der Küche und backte Plätzchen im Holzofen und warf dabei alle paar Minuten einen Blick auf ihre kaum 4 Monate alte Tochter. Irgendwann rief sie ihren älteren Sohn, ob er nicht von draußen noch mehr Holz reinholen könne, denn Matthias war nicht da.

Er war draußen im Wald, dort war er in letzter Zeit oft. Er hackte Feuerholz mehr als nötig wäre um drei Winter damit zu heizen. Er sagte jedoch zu niemandem ein Wort wieso er dies tat und er ließ sich durch nichts davon abbringen. Susanne hatte es schließlich aufgegeben, ihn dazu bewegen zu wollen, mehr Zeit zu Hause zu verbringen. "Vielleicht braucht er ein bisschen Freiraum", redete sie sich ein, aber Sorgen machte sie sich trotzdem. Unterdessen stand Matthias draußen im Wald im Schnee und belud die Ladefläche des Pickups mit Holzscheiten. Alle exakt anderthalb Meter lang und einmal gespalten. Auf einmal hielt er inne und sah auf zu den Sternen am Himmel. Hier im hohen Norden, wo es kaum Städte gab war der Himmel des Nachts noch wirklich schwarz und die Sterne schienen deswegen viel heller zu scheinen als anderswo. Etwas in Matthias schmerzte ihn und er setzte sich hin und began zu weinen, ohne zu wissen wieso. Nach einer Weile stand er wieder auf und ging zu seiner Axt, hob sie auf, wog sie in der Hand und entfernte sich langsam von seinem Auto.

6.12.09 20:50


die nacht unter den sternen - 4

Für den Rest der Feier konnte Matthias jedoch vor lauter Vorfreude an nichts anderes mehr denken. Erfreulicherweise sah er immer, wenn er Susanne anblickte in ihren Augen die selbe Vorfreude und Ungeduld. Er schrieb diesen Umstand der Tatsache zu, dass sie verheiratet waren und dass das sie auf wundersame Weise einander näher gebracht hatte. In Wirklichkeit lag es schlicht und ergreifend daran, dass ihr gegenwärtiger Seelenzustand zum allergrößten Teil von der Tatsache bestimmt wurde, dass sie gerade geheiratet hatten und der größte Faktor ihrer Gefühlswelt somit der gleiche war.

Als es dann endlich soweit war und Susannes Kleid ausgezogen worden war, und somit seinen Zweck erfüllt hatte, konnten die beiden endlich all die angestaute Vorfreude ausleben. Und als sie am nächsten Mittag aufwachten, machten sie weiter wo sie morgens um vier aufgehört hatten, denn sie hatten noch ein paar Stunden bis zum Beginn der Flitterwochen und alle Koffer waren bereits gepackt.

5.12.09 12:29


die nacht unter den sternen - 3

Im Garten war bereits ein Baldachin aufgestellt, der Sekt war gekühlt und ein Spanferkel drehte sich an seinem Bratspieß und erfüllte die Luft, die vom Duft der vielen Rosen im Garten geschwängert war mit einer durch und durch knusprigen Geruchnuance, die den Gästen das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Ein Freund von Matthias hatte eine Band auf die Beine gestellt, die auf einer kleinen Bühne im hinteren Teil des Gartens anfing gediegenen Jazz zu spielen. Susanne, die von der Band nichts gewusst hatte und die Jazz liebte, fiel ihrem Mann sofort in die Arme als sie die Band bemerkte. Er fasste sie zärtlich an der Hüfte und gab ihr einen Kuss. "Überraschung geglückt", dachte er sich und dann wurde ein kleines bisschen rot, als seine ihm frisch angetraute Ehefrau im in sein Ohr flüsterte:"Ich kann dir gar nicht sagen, wie glücklich ich in diesem Moment bin, mein lieber Ehemann, aber später, wenn die Gäste gegangen sind, habe ich auch eine Überraschung für dich". Denn Matthias wusste, was sie unter ihrem weißen Figurbetonten Kleid trug. "Es ist gar keine Überraschung, Baby", dachte er sich, "aber Vorfreude ist fast noch schöner".

4.12.09 16:24


die nacht unter den sternen - 2

Matthias & Susanne so stand es auf der Einladung zur Hochzeit. "Matthias & Susanne und ein kleines, kaum drei wochenaltes Kind, von dem noch niemand weiß außer uns beiden", dachte Matthias als er am Altar auf seine Verlobte wartete. Er wusste, dass das unmöglich war, aber es kam ihm so vor als wäre ihr Bauch schon etwas üppiger, doch diesmal erfüllte es ihn mit Freude und nicht wie sonst mit Bedauern und Ekel. Es gab nichts, was Matthias so sehr hasste wie Fett an den falschen Stellen und nichts, was er so liebte, wie wenn gewisse Körperteile einer Frau etwas ausgeprägter waren. Doch irgendwie gefiehl ihm die Vorstellung, dass diese eine Frau, die er gleich heiraten würde, einen sehr dicken Bauch bekommen würde. Es gefiehl ihm sogar sehr und am liebsten wäre er zu ihr hingerannt, hätte sie in den Arm genommen, sie geküsst und ihr gesagt wie sehr er sie doch liebte. Aber er blieb stehen. Er wartete auf sie. Und dann folgte etwas, das man schon so oft in Filmen gesehen hat, dass man es als ziemlich langweilig empfindet. Nur für die Beteiligten war es etwas ganz besonderes. Und nachdem die Zeremonie beendet war, eine Unmenge Fotos geknipst worden war und sich die beiden Frischvermälten zum tausendsten mal geküsst hatten, fuhren das Hochzeitspaar und die Gäste zu dem Haus, in das Matthias mit seiner Frau ziehen würde.
2.12.09 21:28


die nacht unter den sternen - 1

In einem kleinen einsamen Haus tief im Wald, verborgen durch Kiefern, Fichten und Tannen wohnte einst ein Mann mit einer Frau, der mehr Glück in seinem Leben hatte, als man es als Mensch in dieser Welt erwarten kann. Und dennoch beginnt seine Geschichte traurig und erst am Ende wird alles gut. Doch, dass der Mann zunächst verzweifelt ist, liegt nicht an der Situation, in der er sich befindet, sondern an ihm selbst. Dein sein wunderbares gesegnetes Leben lässt nichts zu wünschen übrig.
30.11.09 01:43


Einleitung - über diesen Blog

Manch einer findet es veraltet,
wenn man worte als Gedicht gestaltet
Ich denke heute gilt vieles als zu alt.
damals lebendig, jedoch längst tot und kalt.
Und damit die Kunst des Dichtens nicht stirbt,
braucht sie einen Dichter, der für sie wirbt.

25.11.09 19:44


Was den Leser erwartet

Hier entsteht eine Sammlung von Gedichten

desweiteren, Gedanken, Kurzgeschichten

und alles was sonst noch dazu passt.

Natürlich habe ich alles selbstverfasst.

25.11.09 19:49


gedanken in der nacht

nachts allein im tannenwald
streif ich umher und es ist kalt
schnee liegt schon auf allen bäumen
so schon ist es, als würde man träumen

das eis verhüllt die welt so wunderbar
wie nur ein einziges mal im ganzen jahr
und schmerzte die kälte mich nicht,
ich glaubte ich würde träumen
vom wald und schnee und tannenbäumen.
26.11.09 01:44


mal was auf englisch

he took another gulp of liquid skill
his corpse became so numb and still
but inside his head thoughts were racing
in his brain creativity was pacing
he was the very best with his fluid ally
whatever he thought was a clever sally
but he was drifting down an empty ally
and fate was waiting for the final tally
he was drifting down this alley in the dark
until he came to netherworld's arch
and the spirits that had served him well
took him away for a walk in hell
he is doomed to wander restless on the other side
he can never stop he has to keep their stride
25.11.09 21:17


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